Die Erwartungen an den Able Tasman National Park waren nicht übertrieben !

An diesem Tag haben wir unsere 4er-Genossenschaft aufgeteilt: Stefan und ich haben uns per Wassertaxi nach Totaranui bringen lassen. Die Fahrt dahin auf dem Schiff war schonmal sehr schön, die versprochenen karibischen Strände haben wir gesehen. Das Wetter war auch mal wieder perfekt – wolkenloser Sonnenhimmel. Perfekt, um den Robben beim Rumliegen zuzusehen!

In Totaranui (die nördlichste Bucht, die im National Park per Boot angefahren wird) sind wir dann als die beiden einzigen aus dem Boot ausgestiegen, an einem verlassenen Strand. Wirkt schon im ersten Moment etwas befremdlich, man fühlt sich ein wenig wie gestrandete auf einer einsamen Insel, wenn man das Boot wegfahren sieht. Aber der gut ausgeschilderte und einfach zugängliche Wanderweg durch den National Park entschädigt dann direkt. Man ist umgeben von unfassbar frischer Luft wenn man durch diesen tropischen Regenwald geht. Die Vegetation ist relativ dicht, man sieht teilweise nicht wirklich, wo man sich auf der Insel befindet. In gewissen Abständen lichtet sich dann aber der Wald etwas und man sieht auf spektakuläre Steinkulissen, die an ihrem Fuß in Türkises Paradies-Wasser münden. Man erlebt immer wieder einen Wow-Moment auf dieser Wanderung.

Unser letztes Boot setzt uns am Strand aus

Aussicht zwischen den Bäumen in Able Tasman

Unser erstes Etappenziel auf dieser Wanderung war Whariwharangi Beach. Hier kommt Team 2 ins Spiel – Julian und Dom sind nämlich mit dem Van auf die andere Seite des National Park gefahren und sind von dort zum Whariwharangi Beach gewandert, um uns zu treffen. Wir haben uns einfach mit wenigen Minuten Abstand am besprochenen Treffpunkt-Strand getroffen. Wir sind zu verschiedenen Zeiten aufgestanden, hatten ganz unterschiedliche Tages-Ordnungspunkte und sind dennoch fast gleichzeitig an diesem Treffpunkt angekommen, zu welchem wir den Weg noch nie gegangen sind.

Weil auch hier wieder nur Sonne am Himmel war, haben wir den Treffpunkt genutzt, um ins Meer zu springen. Ich will nicht lügen, es war ziemlich kalt, aber nach einer 4-Stunden-Wanderung genau das richtige.

Whariwharangi Beach – alle Fußspuren sind unsere!

Gekrönt haben wir diesen Tag mit einem Campingplatz am Meer, bei dem wir ein Tagesabschluss-Bier mit Meerblick genießen konnten !


Weil wir uns seit unserem Beginn hier wundern, wieso es so wenig Fisch gibt in einem Land, das fast nur aus Küste haben, sind wir bei unseren Recherchen auf eine Lachs-Farm gestoßen, bei dem man den Lachs selbst fangen und direkt essen kann! Für uns die richtige Mischung aus Abenteuer und relativ planbarem Fisch-Ergebnis 😉 also gab es 1,5 Kilo selbst gefangenen und geräucherten Lachs!

Lauch mit Lachs

Aktuell sitzen wir auf der Fähre von Picton nach Wellington – wir haben unsere Wunsch-Ziele auf der Südinsel gesehen und fahren jetzt auf die Nordinsel. Die Südinsel war landschaftlich wahnsinnig beeindruckend, ich bin gespannt, ob die Nordinsel da mithalten kann, die als weniger unberührt und etwas dichter bewohnt gilt. Generell hatte ich die erste Hälfte dieses Urlaubs eine sehr sehr gute Zeit. Mit 4 Jungs so lange in einem Van zu wohnen, geht besser als ich dachte. Liegt aber auch an der guten Truppe, der ich hier beiwohnen darf.

Unser Britz-Mobil auf der Lauer, bereit für neue Kilometer

Das Land macht sein übriges. Wir haben glaube ich die perfekte Reisezeit gewählt und haben einfach unverschämt gutes Wetter. Anfangs war es etwas kühl in und um Queenstown, danach gab es auch ein paar kalte Nächte im Van. Aber die letzten Tage ist es nachts ca. 5-8 Grad warm, das ist mit einer Decke absolut kein Problem im Van. Außerdem fühlt sich alles einfach “leer” an – die Campingplätze sind nicht wirklich ausgebucht, an manchen Sightseeing-Spots steht man alleine auf dem Parkplatz. Ist manchmal schwer zu glauben wenn man dann sieht, wie schön es hier ist.


Leider sind aber schon 16 unserer 28 Urlaubstage hinter uns – mehr als die Hälfte! Einerseits habe ich in der Zeit schon super viel gesehen, andererseits ging es aber auch super schnell vorbei. Abschalten von meinem Alltags-Trott konnte ich auf jeden Fall ziemlich gut. Habe hier keine Meetings, keine Anrufe, nix. Gucke nur aus dem Fenster des fahrenden Vans oder laufe Berge hoch, um runterzuschauen.

Heute bleiben wir eine Nacht in Wellington, um wieder etwas Zivilisation um uns zu haben und überlegen gerade, ob wir morgen ein Rugby-Länderspiel der All Blacks schauen oder weiterfahren.

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