NZ5 – Nordinsel

Mist, gerade einen ganzen Beitrag geschrieben und dann hat klassisch das Speichern nicht funktioniert wegen dem scheiss WLAN hier. Also nochmal neu …

In Wellington sind wir nur kurz geblieben. Nach einem Abend und einem halben Tag hatten wir schon wieder genug vom Stadt-Treiben und sind weitergefahren. Karten für das Rugby-Spiel haben wir leider wegen technischer Probleme bei der Online-Buchung (!) keine mehr bekommen und haben das Spiel anstatt im Stadion dann eben auf dem nächsten Camping-Platz im Van auf dem Laptop angesehen. Das hatte auch was!

Das nächste Ziel auf unserer Liste war dann Mount Taranaki, besser bekannt als Mount Eggmont. Hier war’s aber leider ziemlich bewölkt und leicht verregnet, deshalb haben wir die Wanderung ausfallen lassen. Man hätte eh nix gesehen! Generell hatten wir aber mit dem Wetter in diesem Urlaub dermaßen viel Glück, dass das hier völlig akzeptabel ist.

Weiter also auf den Forgotten World Highway Richtung Landesinnere! Nachdem wir etwas durch wirklich malerische Landschaften gefahren sind, campieren wir mitten im Nirgendwo auf einem kleinen Campingplatz im Wald. Kein Handy-Netz mehr, aber dickes WLAN. Man soll ja priorisieren. Wir haben aber noch mehr Glück und finden ein paar Bögen mit Pfeilen. Die perfekte Lockerungsübung nach einem Tag Fahren im Van.

Am nächsten Tag durchfahren wir dann den Teil, der dem Forgotten World Highway wahrscheinlich seinen Namen gibt. Es gibt nämlich ein Stück von ca. 15km , das nicht asphaltiert und relativ schmal und kurvenreich ist. Den dicken LKWs, die hier runter schiessen, ist das scheinbar noch nicht aufgefallen, da muss man manchmal einfach hoffen dass es passt. Hat aber bei uns immer gepasst, vielleicht ist’s also auch einfach nur Erfahrung.

Turangi am Lake Taupo und nahe des Tongariro National Park ist unser nächster Stopp. Hier wollen wir nämlich das Tongariro Alpine Crossing machen, das immer wieder als “best day hike in New Zealand” betitelt wird. Da der Winter hier grade erst vorbei ist, liegen oben noch Schnee und Eis. Alle, mit denen wir sprechen, empfehlen, Steigeisen und Eisäxte mitzunehmen. Klar! Wir fahren also zum örtlichen Ski-Verleih und leihen uns den Kram aus. Noch schnell auf Youtube nachgeschaut, wie man das Zeug benutzt und los!
Ich muss mich leider wegen Rücken kurzfristig krank melden und shuttle dafür die Jungs zum Startpunkt und hole sie am Zielort wieder ab. Zwischendurch gönne ich mir noch eine Massage und ein Bad im mineralisierten Hot Pool. Die Jungs sagen, die Wanderung war super abwechslungsreich und der Lauf über die Eisflächen oben hat Spaß gemacht. Hätte ich natürlich auch gerne mitgemacht, schade!

Weil so eine Wanderung natürlich anstrengend ist, steuern wir danach zielstrebig einen Campingplatz nahe Rotorua an, der praktischerweise an einer heißen Quelle liegt und mehrere Becken hat, in die das heiße Wasser aus dem Boden reinsprudelt. Hier kommt einfach so aus dem Boden 100° heißes Wasser. Man kann durch eine Schlucht zu der Quelle wandern, alles ist voller Wasserdampf. Unwirkliche Landschaftserscheinung, sehr beeindruckend.

Durch Rotorua halten wir am nächsten Tag nur kurz für Mittagessen, wollen lieber wieder ans Meer. Auf dem Weg dorthin kommen wir an Hobbiton vorbei, dem Drehort des Auenlandes, in dem Frodo (bekanntermaßen Ringträger) lebt. Wirklich rein kommt man aber nur, wenn man sich in einem Bus in einer geführten Tour durch das Set fahren lässt, ist für uns alles etwas zu aufgesetzt.

Nach einem spektakulären Sonnenuntergang in Tauranga sind wir weiter zu den Hot Water Beaches. Die Fahrt ist wieder ziemlich kurvenreich, es ist immer mehr ächzendes Stöhnen aus dem hinteren Teil des Van zu hören. Die Rückbank verkommt immer mehr zur Strafbank, dort zu sitzen kann man eigentlich niemandem wirklich zumuten. Man sitzt sehr tief und sehr senkrecht auf sehr harten “Polstern”. Das in Kombination mit nicht-stoßdämpfenden Stoßdämpfern ist für den Körper einfach kein Geschenk…

Gleich buddeln wir ein Loch in den Strand, dort wird dann aus dem Heiß-Wasser-Reservoir unter der Erde heißes Wasser laufen. Deshalb haben die Hot Water Beaches nämlich ihren Namen. Das wär für zu Hause auch praktisch, oder?

Langsam planen wir unsere Rückreise, haben schon Plätze für den Rückflug reserviert. In 3 Tagen müssen wir nämlich schon in Auckland sein, dem letzten Punkt unserer Reise.

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